| GF54.30-P-3015A | Flüssigkristallanzeige Anordnung/Aufgabe/Funktion | 7.7.99 |
| ||||||||||||||||||
| Aufgabe
Mit Flüssigkristallanzeigen (Liquid Crystal Display, LCD) können Zahlen, Schriftzeichen und andere Symbole dargestellt werden. Sie dienen daher als Ausgabeeinheiten von elektronischen Systemen. Sie werden immer häufiger als Ersatz für die herkömmlichen analogen Zeigerinstrumente und Kontrolleuchten verwendet. Funktion (Prinzip) Das Funktionsprinzip der Flüssigkeitskristallanzeige wird am Beispiel einer Siebensegmentanzeige erläutert (vgl. Abbildung). Zwischen den Glasplatten (a) und (f) befindet sich ein Distanzhalter (d), der eine dünne Schicht Flüssigkristall (e) umschließt. Auf der Glasplatte (a) sind lichtdurchlässige Elektroden (Segmente) in Form der gewünschten Zeichen angebracht. |
![]() | |
| P54.30-0523-06 |
| Auf der Glasplatte (f) befindet sich die lichtdurchlässige Gegenelektrode (h). Wird nun eine Spannung zwischen der Kontaktierung (g) der Gegenelektrode (h) und einer oder mehrerer Kontaktierungen (b) der segmentierten Elektroden (c) angelegt, verändert das Flüssigkristall zwischen der Gegenelektrode (h) und den spannungsführenden Elektroden (c) seine optischen Eigenschaften. Blickt man nun in Pfeilrichtung auf die Anordnung, erscheinen die Flächen der spannnungsführenden Elektroden (c) dunkel und damit sichtbar. Durch entsprechende Ansteuerung der Elektroden (c) lassen sich so alle Ziffern darstellen.
Die Flüssigkristallanzeige wird zusätzlich mit 2 Polarisationsfiltern (i) versehen. Derartige Anzeigen haben einen besseren Kontrast und kommen mit einer niedrigeren Versorgungsspannung (ca. 1,5 - 5 V) aus. |
Wählt man eine andere Anordnung oder Form der Elektroden, können auch andere Zeichen dargestellt werden. Insbesondere werden bei der Multifunktionsanzeige (A1p13) streifenförmige Elektroden verwendet. Dabei befinden sich auf jeder der beiden Glasplatten (a) und (f) streifenförmige Elektroden. Die Streifen auf der Glasplatte (a) stehen dabei senkrecht zu den Streifen der Glasplatte (f). Durch diese Anordnung lassen sich nun einzelne Punkte (Pixel) ansteuern. Werden verschieden Punkte hintereinander mit genügender Geschwindigkeit wiederholt angesteuert, lassen sich fast beliebige "Bilder" darstellen.
|